Gedichte - Liebesgedichte - Gedicht schreiben



Gedichte

Gedichte … Gerade in der Liebe spielen Gedichte in Form von Liebesgedichten eine große Rolle aber auch Gedichte zum Geburtstag oder Gedichte zu Weihnachten werden vor dem Weihnachtsmann bzw. Gedichte zur Hochzeit, vor den Hochzeitsgästen gern Gedichte mit Episoden aus der Jungen des Brautpaares vorgetragen. Liebesgedichte gehören aber seit je her zu den Klassikern der Gedichte und lassen auch heute noch so manch Frauenherz höher schlagen und romantische Gefühle aufkeimen.Hier etwas Theorie zum Thema Gedichte:

Das Gedicht ist die ursprüngliche Form der Literatur. Unser heutiges Verständnis von Lyrik stammt aus dem antiken Griechenland und dort gab es keine Prosa in der Literatur. Romane waren gereimt, Gedichte definierten sich über die Metrik. Die Griechen kannten ja zahlreiche Formen der Metrik, von denen viele keinen Eingang in die Moderne fanden. Zwar gab es Versuche Strophenformen, wie die Alkäische, Asklepiadeische oder Sapphische Strophe in der deutschen Lyrik zu etablieren, doch sie blieben allesamt erfolglos.

Das deutschsprachige Gedicht definierte sich spätestens seit dem Barock lange Zeit über zwei Merkmale, nämlich den Endreim und die metrische Struktur, entweder den Jambus oder den Trochäus.

Das Problem der Übernahme der Metrik aus der griechischen Literatur war zunächst, dass in der griechischen Sprache die Silben gedehnt werden, in der deutschen Sprache jedoch betont. Das Problem wurde erst im Barock gelöst, als Martin Opitz in seinem Werk, das “Buch von der deutschen Poeterey” von 1624 die Metrik als eine Abfolge von betonten und unbetonten Silben definierte, ein System, das trotz vieler Anfeindungen durch die Jahrhunderte hindurch weiterhin Bestand hat.
Im Jambus folgt auf eine unbetonte Silbe eine betonte, während der Trochäus sein Gegenpart ist, auf eine betonte Silbe folgt eine unbetonte.

Beim Reim geriet die ursprünglich germanische Form des Reimes, der Stabreim, der etwa in der “Edda” verwendet wurde, in Vergessenheit und wurde durch den Endreim verdrängt. Diese beiden Kriterien für das Gedicht galten ausschließlich, bis zur kurzen Epoche des “Sturm und Drangs”, dessen bekanntester, wenn auch später widerwilliger Vertreter der Dichterfürst Goethe war.

Nach Kleists gescheitertem Versuch die antiken Odenstrophen in der Deutschland zu etablieren, entstanden die “freien Rhythmen”. Es machte keinen Sinn, wenn nur im Inhalt gestürmt und gedrängt wurde, auch die Form musste überwunden werden. Welche Wirkung hätte ein rebellisches Gedicht, wie Goethes “Prometheus”, wenn es sich etwa vom Reim oder der Metrik Fesseln anlegen ließe?

Nachdem der Tabubruch einmal erfolgt war, ließ er sich nicht mehr rückgängig machen. Ob die Gedichte “Prometheus” oder “Wanderers Nachtlied” oder “Ganymed”, Reim und Metrik waren nicht mehr die letztgültigen Kriterien, die ein Gedicht von der Prosa unterscheiden. Die Regelpoetik bei Gedichten blieb die vorherrschende Form, bis der Expressionismus unser Verständnis von Lyrik grundlegend veränderte.

Anfang des 20. Jahrhunderts breitete sich die Kunstform des Expressionismus in Deutschland aus. Unter anderem stark beeinflusst von der noch jungen Psychoanalyse des Siegmund Freud, waren die beherrschenden Themen des Expressionismus das eigene Ich, das neue Phänomen der Großstadt, grundsätzliche Ängste und eine polemische Ablehnung der bürgerlichen Ästhetik zugunsten einer “Ästhetik des Hässlichen” (wobei es dahin gestellt bleibt, inwiefern ein Gedicht, wie etwa Andreas Gryphius “Tränen des Vaterlandes” Zeugnis bürgerlicher Ästhtik sei).

Der Expressionismus schaffte die Regelpoetik praktisch ab und ersetzte sie durch die poetische Form.

Liebesgedichte

Ein Blick, so behauptet der Volksmund, würde mehr sagen als tausend Worte. So unbestreitbar diese Wahrheit auch sein mag, die Macht schöner Worte ist nicht zu unterschätzen. Wie lange würde wohl die berühmte Liebe auf den ersten Blick währen, wenn sich ihr nicht alsbald die Kraft der Worte beigesellen würden?

Ein Liebesgedicht kann mehr als tausend Blicke sagen. Zum Repertoire einer Liebe gehört ein Gedicht eben so selbstverständlich wie der Kerzenschein zum romantischen Abendessen. Dass dabei nicht jeder ein zweiter Petrarca oder Heine sein kann, tut dem Effekt schlussendlich keinen Abbruch. Liebesgedichte kommen von Herzen und berühren Herzen, so lange die gewählten Worte ehrlich gemeint sind und man ihnen Glauben schenken kann.

Da nimmt es nicht Wunder, dass Liebesgedichte so alt sind wie die Literatur selbst. Aus dem alten Sumer sind Liebesgedichte überliefert, Liebesgedichte haben Eingang in die Bibel gefunden, z.B. das Hohes Lied des Salomo. Im antiken Rom war der profundeste Dichter von Liebesgedichten Ovid. Dessen Liebeslyrik war freilich eine Mischung frivoler Erotik und dem typisch römischen Lehrgedicht und hatte wenig mit dem zu tun, was wir heute mit einem Liebesgedicht verbinden: eine romantische Form unsere Gefühle für den anderen auszudrücken.

So ist die Bandbreite von möglichen Liebesgedichten wohl so vielfältig, wie es die Liebe selbst ist, ob nun idealistisch, platonisch oder romantisch. Und eben so wie die Liebe, waren auch die Liebesgedichte dem Zeitenwandel unterworfen. Von der Minnelyrik des Mittelalters würden sich heutige Liebende wohl nur sehr bedingt angesprochen fühlen.

So berühmt die Sonette eines Petrarca oder William Shakespeare auch sind, so schwer vorstellbar ist auch, dass man mit ihnen heute noch das Herz der Angebeteten erreichen kann. Geeigneter sind da schon da die Werke der Dichter der Romantik, eben ein Heinrich Heine oder Joseph von Eichendorff.

Weil ja aber das Liebesgedicht eben ein Ausdruck der eigenen Gefühle ist, muss man gar nicht in der Ferne schweifen und das Archiv der Literaturgeschichte durchwühlen. Im Zweifelsfall machen ein paar Verse in eigenen Worten größeren Eindruck als die wortgewaltigen Liebesschwüre berühmter Dichter.

Taufgedichte

Die Taufe ist ein wichtiger Moment im Leben eines jeden Christen. Es gibt verschiedene Altersgruppen, die sich taufen lassen, am üblichsten jedoch ist es, dass die christlichen Eltern entscheiden, ihr Kind möglichst bald nach der Geburt taufen zu lassen.

Ganz gleich wie entschieden wird, die Taufe ist ein höchst feierlicher Anlass. Um diesem feierlichen Anlass eine besondere Note zu geben, können Sie doch einmal selbst Gedichte zur Taufe verfassen. Das haben Sie noch nie gemacht? Das ist gar kein Problem. Schreiben Sie zuerst in Stichpunkten auf, welche Gefühle und Gedanken Ihnen bei der Taufe durch den Kopf gehen.
Prüfen Sie, welche Gedanken sich ähneln und beschließen Sie, diese in eine Strophe zu fassen. Machen Sie sich keine Sorgen darum, ob es direkt perfekt klingt, Sie können nachher den Gedichten zur Taufe noch den richtigen Schliff verpassen.

Gedichte zur Taufe müssen nicht unbedingt in Reimform gehalten werden. Genau so gut können Sie auch ein Prosagedicht schreiben, was bedeutet, dass Sie keine Reimform verwenden müssen. Gedichte zur Taufe können also ruhig formlos geschrieben werden und Sie können somit Ihren ohnehin freien Gedanken Ausdruck verleihen. Beispielsweise gestalten Sie die erste Strophe Ihres Gedichts so, dass sich dort Ihre ganz persönlichen Gefühle widerspiegeln. Die zweite Strophe kann möglichererweise Informationen über den Täufling enthalten und die dritte beinhaltet etwas zur Familiengeschichte. Es ist ganz Ihnen überlassen, welchen Inhalt Sie verwenden, es zählt, dass Sie Ihren Gedanken freien Lauf lassen und die Festivität durch Ihr Gedankengut verschönern und durch Ihre Gedichte zur Taufe bereichern.

Und nun freuen Sie sich auf die bevorstehende Taufe und seien Sie kreativ! Es steht einem schönen Gedicht und einer festlichen Taufe dann nichts mehr im Weg. Und Sie finden es doch sicherlich auch schön, wenn in der Familie noch lange von Ihrem Gedicht gesprochen wird und es in guter Erinnerung bleibt, oder? Viel Erfolg und viel Spaß!

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